Lagerzinssatz


Lagerzinssatz

Definition

Der Lagerzinssatz ist eine der Lagerkennziffern und die Grundlage für die Ermittlung der Lagerzinsen, also wie viel Prozent Zinsen auf das im durchschnittlichen Lagerbestand gebundene Kapital zu zahlen sind. Die Berechnung erfolgt auf Basis des marktüblichen Zinssatzes und der durchschnittlichen Verweildauer der Güter im Lager. Der Lagerzinssatz und damit auch die Lagerzinsen verringern sich also mit zunehmender Lagerumschlagshäufigkeit.

Bei der Berechnung des Lagerzinssatzes wird ein markt- und bankenüblicher Zinssatz zugrunde gelegt, mit der durchschnittlichen Lagerdauer multipliziert und das Ergebnis durch 360 geteilt:

Lagerzinssatz = (marktüblicher Zinssatz x durchschnittliche Lagerdauer) / 360

Der Lagerzinssatz ist die Berechnungsgrundlage für die kalkulatorische Belastung der Lagerbestände mit Zinsen und hat damit sowohl eine Berichts- als auch eine Steuerungsfunktion: Einerseits liefert er dem Controlling Informationen über die Menge des in den gelagerten Gütern gebundenen Kapitals (Berichtsfunktion), andererseits kann das Unternehmen den Zinssatz mit (Risiko-)Auf- und Abschlägen versehen, um die unternehmensintern zu berücksichtigenden Kosten der Lagerhaltung in die gewünschte Richtung zu verschieben (Steuerungsfunktion).

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