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Autor Thema: REFA Anwendung in der Entwicklung- und Konstruktionsabteilung  (Gelesen 966 mal)
ctanja

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Beiträge: 3


« am: 03.11.2009, 18:37:59 »

Hallo und schönen Abend,

ich schreibe zur Zeit eine Bachelorarbeit. Dabei soll ich feststellen, wie man in der Entwicklung- und Konstruktionsabteilung für bestimmte Tätigkeiten Zeiten erfassen kann.

Und meine Frage ist ob man die Zeitermittlung nach REFA bei den Tätigkeiten (z.B. Erstellen von Anforderungsliste) anwenden kann. Ich befasse mich schon seit Wochen mit dem Thema und kann nicht wirkich viel dazu finden. Es wäre nett, wenn mir jemand helfen könnte. Oder hat vielleich jemand eine Idee, wie man die Zeiten bei solchen Tätigkeiten messen könnte.

Grüße Tanja
« Letzte Änderung: 12.11.2009, 18:50:09 von ctanja » Gespeichert
wessels

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Beiträge: 5


« Antwort #1 am: 26.01.2010, 14:26:39 »

Hallo,

ich bin der Meinung das dies schon geht und zwar sollte man hier erstmal Erfahrungswerte in einer Tabelle sammeln.
Hier kannst du auch mit dem Zeitaufnahmebrett folgender Weise vorgehen: Du nimmst die Zeit für das Erstellen der Anforderung A natürlich musst du das gemäss der Streuung und statistischer Auswertung diese Anzahl berechnen um eine genaue Aussagewahrscheinlichkeit zu erhalten.
So nun hast du z:B 25 Aufnahmen mit einem Epsilon von 2, 5 gemacht was die Zeit X bedeutet
Nun musst du schauen was passiert wenn ich bei dieser Arbeit etwas weglassen kann oder wenn etwas hinzkommt sprich eine Planzeittabelle erstellen.

Gruß
Gespeichert
Gerry

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Beiträge: 15


« Antwort #2 am: 09.03.2010, 15:32:27 »

Hallo Tanja,

gerne werde ich hier einmal versuchen darzustellen, weshalb man sich speziell im Konstruktions-u.Entwicklungssektor
mit der Zeiterfassung nach REFA schwertun wird.

1. Nehmen wir mal die Konstruktion von Neuteilen, aufgrund von Machbarkeitsstudien, Handskizzen usw.
    Hier ist jeder Strich individuell, kann x - mal verworfen werden, selbst wenn es ähnliche Bauteile schon gibt,
    diese per CAD-Datenbank hergenommen werden, sie müssen immer individuell bearbeitet werden!
    Also haben wir immer wiederkehrende und sich wiederholende Ablaufabschnitte ? Nein die haben wir nicht!
    Aber wenn Du Zeit ohne Limit zur Verfügung hast, kannst Du den kompletten Vorgang aufnehmen, Ihn analysieren
    falls unlogische Tätigkeiten vorkommen diese besprechen und streichen, solche Vorgänge dann wiederholen, bis kurz
    vor deinem Renteneintritt Ähnlichkeiten auftauchen, aus denen DU dann Planzeiten für Primitivbauteile stricken
    kannst. Komplexe Einzelkonstruktionen kannst Du sowieso vergessen, hier ist ganz einfach der Chefkonstrukteur ge-
    fordert, der gefälligst erkennen muß, ob einer seiner Leute gut arbeitet oder bummelt!

2. Noch schlimmer ist es in der Entwicklung, also der Stufe vor der Konstruktion, hier werden die zukünftigen Produkte
    definiert, die Materialien bestimmt, Skizzen und Zeichnungen erstellt. Dann werden Muster geordert, die oftmals den
    Kontakt mit Zulieferern vor Ort erfordern, die Muster werden dann bewertet und getestet, dazu sind in den meisten
    Fällen neue Testverfahren nötig! Was allerdings geht, sind Zeiterfassungen und somit Vorgabezeiten nachem die
    Testverfahren bestimmt sind und mit zunehmenden Mustern immer wiederholt werden müssen!

    Diese Vorgabewerte betreffen aber dann z.B. Laboranten und überhaupt nicht die Entwickler selbst

Achtung zum Merken: Entwicklungsarbeiten erfordern komplexe und höchst kreative Denkvorgänge, diese Tätigkeiten
                                würden in einem Zeitraster komplett kastriert, so dass nur Müll herauskommt !

Die vorgeschlagenen Epsilon 2,5 von Wessels find ich zudem äußerst sportlich, hier könnte man ein eigens Thema daraus machen.

Gruß

Gerry
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